Vielfalt gestalten

Die Welt, in der wir leben, die Welt, die Kin­der erle­ben, ist in vie­ler­lei Hin­sicht viel­fäl­tig. Mit die­ser Viel­falt zu leben und sie zu gestal­ten, ist eine zen­tra­le Auf­ga­be in allen Bil­dungs­be­rei­chen. „Anders ist ganz nor­mal” — so titelt die Fach­zeit­schrift „Theo­rie und Pra­xis der Sozi­al­päd­ago­gik” im August 2020. Wenn Kin­der viel­fäl­ti­gen Lebens­for­men begeg­nen, ant­wor­ten sie mit Ver­hal­ten, das oft­mals von Vor­ur­tei­len bestimmt wird. Dies hat einer­seits mit sozia­len Kate­go­ri­sie­run­gen zu tun, die Kin­der im Aus­tausch mit der sie umge­ben­den Welt ent­wi­ckeln. Ande­rer­seits lau­fen in der Begeg­nung mit „unbe­kann­ten” Lebens- und Aus­drucks­for­men ange­bo­re­ne Angst­pro­gram­me ab, die evo­lu­tio­när betrach­tet Schutz bie­ten. Simo­ne Mei­er beschreibt, wie sich in die­sem Zusam­men­hang dis­kri­mi­nie­ren­de Ein­stel­lun­gen und Ver­hal­tens­wei­sen her­aus­bil­den kön­nen: „Angst­pro­gram­me und Kate­go­ri­sie­run­gen sind (…) zunächst durch­aus sinn­vol­le Lern­pro­gram­me und Ent­wick­lungs­schrit­te. Aus die­sen ers­ten kate­go­ria­len Dif­fe­ren­zie­run­gen kann sich jedoch auch ein hand­fes­tes Dis­kri­mi­nie­rungs­den­ken ent­wi­ckeln. Das Risi­ko besteht vor allem dann, wenn Kin­der bestimm­te Umstän­de, Gege­ben­hei­ten oder Per­so­nen­grup­pen aus ihrer Erfah­rung­welt nicht ken­nen und des­halb als poten­zi­ell gefähr­lich ein­stu­fen. Kin­der ori­en­tie­ren sich in ihrer Ent­wick­lung an Wert­vor­stel­lun­gen, die ihnen vor­ge­lebt, ermög­licht und ver­mit­telt wer­den — nach dem Mot­to: „Nor­mal ist, was ich ken­ne”. (…) Kommt in ihrem kind­li­chen Erle­ben und Aus­pro­bie­ren kei­ne Viel­falt vor oder wird ihren ers­ten Aus­gren­zungs­ver­su­chen nicht Ein­halt gebo­ten, ver­fes­ti­gen sich Vor­ur­tei­le und dis­kri­mi­nie­ren­de  Verhaltensweisen.” 

The­men rund um das Viel­falts­er­le­ben und ‑deu­ten bil­den seit vie­len Jah­ren einen wich­ti­gen Gegen­stand in den Fort­bil­dun­gen des PTI. Dies zielt unter ande­rem dar­auf ab, einen wert­schät­zen­den Umgang mit Viel­falts­merk­ma­len zu unter­stüt­zen und Ten­den­zen der Aus­gren­zung bis hin zu insti­tu­tio­na­li­sier­ter Dis­kri­mi­nie­rung oder ver­an­ker­tem Ras­sis­mus zu erken­nen und die­sen ent­ge­gen zu wirken.

Einen Aspekt bil­det dabei immer auch die kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit Mate­ria­li­en und Medi­en und ihre Prü­fung hin­sicht­lich ihrer Ein­satz­mög­lich­kei­ten in der päd­ago­gi­schen Arbeit in Kita, Schu­le und Gemeinde.

In den Lern­werk­stät­ten in Drü­beck und Neu­die­ten­dorf sind daher Mate­ri­al- und Medi­en­samm­lun­gen zum The­ma „Viel­falts­er­le­ben und ‑ler­nen“ ent­stan­den. Sie ent­hal­ten Bücher und Mate­ria­li­en, die Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen die Gele­gen­heit geben, eine Sen­si­bi­li­tät für Viel­falts­merk­ma­le (zum Bei­spiel Gen­der und Geschlecht, Fami­li­en­for­men, Kul­tu­ren, Haut­far­ben, Reli­gio­nen) zu ent­wi­ckeln. Mit der Samm­lung las­sen sich unter­schied­li­che Fort­bil­dungs­sze­na­ri­en ent­wi­ckeln, die dazu bei­tra­gen kön­nen, eine sen­si­ble päd­ago­gi­sche Hal­tung und einen kri­ti­schen Umgang mit Medi­en in Bezug auf Viel­falts­merk­ma­le zu unterstützen.

Die Samm­lung in Drü­beck umfasst neben zahl­rei­chen Büchern auch eine Über­sicht zu online-Mate­ria­li­en, die zur frei­en Ver­fü­gung stehen.

An die­ser Stel­le möch­ten wir einen Ein­blick in den Inhalt der Samm­lung geben.

Zur bes­se­ren Über­sicht­lich­keit sind alle Mate­ria­li­en und Medi­en nach ein­zel­nen Viel­falts­merk­ma­len sor­tiert. Die Links zu frei ver­füg­ba­ren Mate­ria­li­en sind an den ent­spre­chen­den Stel­len eingesetzt.

Die Medi­en und Mate­ria­li­en der Samm­lung kön­nen in Drü­beck und Neu­die­ten­dorf ent­lie­hen werden.

Der Ansatz vor­ur­teils­be­wuss­ter Bil­dung und Erzie­hung wur­de bereits in den 80er Jah­ren des letz­ten Jahr­hun­derts in den USA ent­wi­ckelt. Im Rah­men des Pro­jekts Kin­der­wel­ten wur­de er für die Rah­men­be­din­gun­gen in Deutsch­land ange­passt. In Ber­lin fin­den regel­mä­ßig Fort­bil­dun­gen zu die­sem Ansatz statt. Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten kön­nen über die Fach­stel­le Kin­der­wel­ten ange­fragt werden.

  • Insti­tut für den Situationsansatz/Fachstelle Kin­der­wel­ten: Qua­li­täts­hand­buch für Vor­ur­teils­be­wuss­te Bil­dung und Erzie­hung in Kitas
  • Petra Wag­ner u. a. (Hrsg.): Macker, Zicke, Tram­pel­tier. Vor­ur­teils­be­wuss­te Bil­dung und Erzie­hung in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen, 2006
  • Con­stance Mül­ler u. a.: Hand­buch für Erzie­he­rin­nen zur Werte‑, Demo­kra­tie- und Vielfaltförderung
  • Jörn Bor­ke, Anja Schwen­te­si­us: Kul­tur­sen­si­ti­ves Arbei­ten in der Kita. Ein Leit­fa­den für päd­ago­gi­sche Fach­kräf­te, 2018

Ver­öf­fent­li­chun­gen der Fach­stel­le Kinderwelten:

Vor­ur­teils­be­wusst Vor­le­sen und Spielen:

Wei­te­res:

Ausgrenzung allgemein

Die hier auf­ge­führ­ten Bil­der­bü­cher grei­fen das The­ma „Aus­gren­zung” eher all­ge­mein auf. Ein­zel­ne Bücher ver­blei­ben in ihren Dar­stel­lun­gen fes­ten Vor­stel­lungs­mus­tern, die auch kri­tisch zu befra­gen sind. Hier­in lie­gen Gefah­ren, aber auch Chan­cen für die eige­ne Refle­xi­on und Auseinandersetzung.

  • Ali­ce Briè­re-Haquet: Alles Schwei­ne, oder was?! 2013
  • Sabi­ne Büch­ner, Char­lot­te Haber­sack: Der schau­ri­ge Schusch, 2016
  • Reza Dal­va­nd: Etwas Schwar­zes, 2017
  • Karin Gruß: Was wür­dest du tun? 2017
  • Isa­bewl Min­hòs Mar­tins, Ber­nar­do P. Car­val­ho: Hier kommt kei­ner durch, 2018
  • Micha­el Rosen, Bob Gra­ham: This is our House, 1996
  • Rafik Scha­mi, Ole Kön­ne­cke: Wie ich Papa die Angst vor Frem­den nahm, 2003
  • Loui­se Spils­bu­ry, Hana­ne Kai: Wie ist es, wenn man anders ist? Alles über klei­ne und gro­ße Unge­rech­tig­kei­ten, 2019
  • Dolf Ver­ro­en, Wolf Erl­bruch: Der Bär auf dem Spiel­platz, 1998

Vielfalt allgemein

Die hier auf­ge­führ­ten Bil­der­bü­cher grei­fen das Viel­falt mit einer glo­ba­len („Kin­der der Welt”) oder auch ver­gleichs­wei­se abs­trak­ten Per­spek­ti­ve auf. Gera­de die Bücher, die unter der Über­schrift „Kin­der der Welt” zu fas­sen sind, zei­gen mit ver­ein­zel­ten Aus­nah­men die Ten­denz, Ste­reo­ty­pe zu mani­fes­tie­ren. Fast in jeder Kita fin­den sich sol­che oder ähn­li­che Ver­öf­fent­li­chun­gen. Auch hier gilt: Sie müs­sen im Rah­men einer vor­ur­teils­be­wuss­ten Pra­xis nicht „ver­dammt” wer­den. Sie kön­nen viel­mehr zum Anlass genom­men wer­den, Ste­reo­ty­pe zu befragen.

Kin­der der Welt

  • Chris­toph Drös­ser: 100 Kin­der, 2020
  • Dani­elle Graf, Kat­ja Sei­de, Gun­ther Jakobs: Alex, abge­holt! 2021
  • Del­phi­ne Gra­vier-Badred­di­ne und Mari­on Cock­li­co: Alle Kin­der die­ser Welt, 2015
  • Anne Kostrze­wa, Inka Vigh: Nasen­gruß und Wan­gen­kuss, 2017
  • Tat­ja­na Leichts­e­ring: Kin­der Deutsch­lands, 2012
  • Peter Spier: Men­schen, 2012
  • Anja Tucker­mann, Tine Schulz: Alle da, 2015
  • Kof­fer der Deut­schen Bahn: Alle Kin­der die­ser Welt: Yuki kommt aus Japan, Sascha und sein neu­es Zuhau­se, Pao­la, Fabio und das Fami­li­en­fest, In einem Band: Levent und das Zucker­fest, Mwan­ga­za und die Geschich­te mit dem Zahn, Lena fei­ert Pes­sach mit Alma, Lil­li und das chi­ne­si­sche Früh­lings­fest, Jana und Tere­sa fei­ern Him­mel­fahrt, Huda bekommt ein Brüderchen

Viel­falts­wahr­neh­mun­gen allgemein

  • Emma Brown­john: Zit­tern, bib­bern, schüch­tern sein, 2007
  • Kathryn Cave, Chris Rid­del: Irgend­wie anders, 2011
  • Emma Damon: What ist peace? 2004
  • Anna Fis­ke: Alle haben einen Po, 2019
  • Ulri­ke Haas, Nico­la Boy­ne: Mimis Kun­ter­bun­te Welt, 2021
  • Bru­no Heitz: Was ist pas­siert, 2007
  • Yvonne Her­ga­ne, Chris­tia­ne Pie­per: Einer mehr, 2011
  • Julia Jar­man, Lyn­ne Chap­man: Das Nil­pferd wünst sich Flü­gel, 2014
  • Con­stan­ze von Kit­zing: Ich bin jetzt, 2018
  • Con­stan­ze von Kit­zing: Ich mag, 2016
  • Ursu­la Kraft: Freund­schaft ist blau — oder? 2009
  • Anke Kuhl, Alex­an­dra Maxei­ner: Alles lecker, 2015
  • Bren­dan Wen­zel, Tho­mas Bod­mer: Alle sehen eine Kat­ze, 2018

Kinderrechte

Der Schutz vor Dis­kri­mi­nie­rung ist in der UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on fest­ge­schrie­ben. Die Aus­ein­an­der­set­zung mit Kin­der­rech­ten steht mit dem Erle­ben und dem Umgang mit Viel­falt in einem Zusam­men­hang. Bereits in der Kita kön­nen ein­zel­ne Kin­der­rech­te the­ma­ti­siert werden.

  • Susan­ne Brandt: Die Erde ist ein gro­ßes Haus, 2020
  • Mar­kus Ehr­hardt u. a.: Ech­te Kin­der­rech­te, das Lie­der- und Pro­jekt­buch zu Kinderrechten
  • Rose­ma­rie Port­mann: Die 50 bes­ten Spie­le zu den Kinderrechten
  • Die Rech­te der Kin­der, von logo ein­fach erklärt, 1999
  • EKD: Alle Kin­der haben Rech­te, 2011

Mate­ria­li­en von Unicef (in Aus­wahl, auf der Inter­net­sei­te gibt es zahl­rei­che wei­te­re Mate­ria­li­en für unter­schied­li­che Altersstufen):

Die Reck­ah­ner Refle­xio­nen: Zur Ethik päd­ago­gi­scher Beziehungen:

 

Vielfaltsmerkmal Religion

Kin­der erle­ben in ihren Lebens­um­fel­dern unter­schied­li­che reli­giö­se und nicht-reli­giö­se Aus­prä­gun­gen, Lebens- und Deu­tungs­for­men. Das Ein­üben und Kul­ti­vie­ren einer wert­schät­zen­den Begeg­nung zwi­schen Men­schen unter­schied­li­cher Ori­en­tie­run­gen hat bereits in der frü­hen Kind­heit ihre Wurzeln.

  • Chris­ta Hol­tei, Til­man Mich­alski: Das gro­ße Buch der Welt­re­li­gio­nen, 2011
  • Vio Müt­ter: Der Not­fall namens Jesus, 2017
  • Nan­na Neß­hö­ver: 32 Bild-Akti­ons­kar­ten: Inter­kul­tu­rel­les Ler­nen. Leben, glau­ben, fei­ern in den 5 Welt­re­li­gio­nen, 2017
  • Roland Rosen­stock: Welt­re­li­gio­nen, 2010
  • Anna Wills, Nora Tomm: Das Wim­mel­buch der Welt­re­li­gio­nen, 2017
  • Sinn, Wer­te und Reli­gi­on in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen, 2011
  • Arbeits­hil­fe zum Inter­re­li­giö­sen Kalender

Vielfaltsmerkmal Lebensortwechsel

Kin­der erfah­ren bereits im Kitaal­ter, dass es Men­schen gibt, die ihr Zuhau­se ver­las­sen haben, flie­hen muss­ten, von Krieg und Not bedroht wer­den. Die welt­po­li­ti­schen Nach­rich­ten sind von davon erfüllt und viel­leicht ken­nen sie in ihrem Umfeld Per­so­nen, die „von woan­ders” kom­men. Kin­der, die früh in ihrem Leben ihren Lebens­mit­tel­punkt durch Krieg, Not und Gefah­ren ver­las­sen haben, sind oft mehr­fach belas­tet und in beson­de­rer Wei­se von dro­hen­der Aus­gren­zung betrof­fen. Die The­men Lebens­ort­wech­sel, Flucht und Migra­ti­on zu bewe­gen, kann daher bereits in der Kita sinn­voll sein. 

  • Vol­ker Abdel Fattah: Flücht­lings­kin­der in der Kita, 2016
  • Kirs­ten Boie, Jan Birck: Bestimmt wird alles gut, 2016
  • Clau­de K. Dubo­is: Akim rennt, 2016
  • Sus­a­na Gómez Redon­do, Son­ja Wim­mer: Am Tag, als Saí­da zu uns kam, 2016
  • Karin Gruß, Tobi­as Krejt­schi: Ein roter Schuh, 2012
  • Irena Kobald, Freya Black­wood: Zuhau­se kann über­all sein, 2015
  • Day­an Kodua, Rob­by Krü­ger: Odo und der Beginn einer gro­ßen Rei­se, 2021
  • Bar­ba­ra Leit­ner, Jut­ta Gru­ber (Hrsg.): Ankom­men: Will­kom­mens­kul­tur in Kin­der­gar­ten, Krip­pe und Hort, 2016
  • Micha­el Roher: Zug­vö­gel, 2016
  • Sus­an Schäd­lich: Wenn Men­schen flüch­ten, 2016
  • Anja Tucker­mann: Nus­ret und die Kuh, 2016
  • Anne­gret Fuchs­hu­ber: Kar­lin­chen: Ein Kind auf der Flucht, 2016
  • Eli­sa­beth Reu­ther: Soham, eine Geschich­te vom Fremd­sein, 1993
  • Rena­te Sova u.a.: Dort­hin kann ich nicht zurück, 2015
  • Cerl Roberts, Hana­ne Kai: Wie ist es, wenn man kein Zuhau­se hat? 2018
  • Loui­se Spils­bu­ry, Hana­ne Kai: Wie ist es, wenn es Krieg gibt? 2019
  • Caro­li­na Zanot­ti: Punk­te. Wir sind vie­le. 2020

 

Vielfaltsmerkmal Familie

Jedes Kind hat eine „Fami­lie” und damit eine Bezugs­grup­pe, die Iden­ti­tät stif­tet. Fami­lie ist ein sehr frü­hes und wich­ti­ges Viel­falts­merk­mal, an dem ein wert­schät­zen­der Umgang mit Viel­falt ein­ge­übt wer­den kann. Zugleich ist Fami­lie oft auch bereits früh ein The­ma, das beson­ders berührt. Brü­che und Ver­lus­te kön­nen schmer­zen und auch schon in der Kita zu aus­gren­zen­dem Ver­hal­ten füh­ren. Am The­ma Fami­lie kommt nie­mand vor­bei und zugleich braucht es in der Beschäf­ti­gung damit ein Höchst­maß an Fin­ger­spit­zen­ge­fühl. Die Mate­ria­li­en und Medi­en, die nicht nur posi­tiv ein­zu­schät­zen sind, kön­nen zur Refle­xi­on die­ses Viel­falts­merk­mals und der eige­nen Vor­stel­lun­gen beitragen.

  • Sabi­ne Cuno, Susan­ne Szes­ny: Wir sind jetzt vier, 2007
  • Micha­el Eng­ler, Juli­an­na Swa­ney: Das alles ist Fami­lie, 2021
  • Mary Hoff­man, Ros Asquith: Du gehörst dazu, das gro­ße Buch der Fami­li­en, 2015
  • Iri­na Kor­schunow: Der Fin­de­fuchs. 1986
  • Ute Krau­se: Wann gehen die wie­der? 2010
  • Alex­an­dra Maxei­ner, Anke Kuhl: Alles Fami­lie, 2010
  • San­dro Nata­li­ni: Fami­lie, 2020
  • Cai Schmitz-Weicht, Ka Schmitz: Esst ihr Gras oder Rau­pen, 2016
  • Edith Schrei­ber-Wicke, Caro­la Hol­land: Zwei Papas für Tan­go, 2017
  • Bea­te Troy­er: Das Pfle­ge­bäum­chen. 2018
  • Ange­la Weinold, Cla­ra Sue­tens: Unser Baby
  • Das Fami­li­en­spiel

 

Vielfaltsmerkmal Individualität und Gender

Kin­der begeg­nen von ihrer Geburt an Rol­len­er­war­tun­gen in Bezug auf ihre Iden­ti­tät. Mäd­chen sind „so”, Jun­gen „so”, … Geschlech­ter- und Rol­len­ste­reo­ty­pe sind in vie­len Lebens­be­rei­chen gegen­wär­tig und prä­gend. Um die Ent­wick­lung der viel­fäl­ti­gen Iden­ti­tä­ten der Kin­der zu unter­stüt­zen, kann es auch hif­l­reich sein, fes­te Vor­stel­lun­gen auf­zu­wei­ten. Gera­de in den letz­ten Jah­ren sind dies­be­züg­lich eine Rei­he von Büchern neu erschie­nen, die bereits im Kitaal­ter ein­ge­setzt wer­den können.

  • Hel­ga Bansch: Die Raben­ro­sa, 2015
  • Kers­tin Brich­zin, Igor Kuprin: Der Jun­ge im Rock, 2018
  • Maria De Eguia Her­ta: Joels Haar­na­del, 2014
  • Micha­el Eng­ler, Joel­le Tour­lo­ni­as: Ein komi­scher Vogel, 2020
  • Ele­na Favil­li, Fran­ce­s­ca Caval­lo: Good­ni­ght sto­ries for Rebel girls, 2017
  • Joan­na Gai­nes, Juli­an­na Swa­ney: Die Welt braucht dich, genau so, wie du bist, 2021
  • Aylin Kel­ler, Man­ju­la Pad­man­ab­han: Ich bin ein­ma­lig 2017
  • Con­stan­ze von Kit­zing: Ich bin anders als du — ich bin wie du, 2019
  • Samu­el Lan­gley-Swain, Ryan Son­der­eg­ger: Theo liebt es bunt, 2021
  • Jes­si­ca Love: Juli­an ist eine Meer­jung­frau, 2020
  • Jes­si­ca Love: Juli­an fei­ert die Lie­be, 2021
  • Rober­to Malo, Fco Javier Mate­os, David Laguens: Tan­ga und der Leo­pard, 2016
  • Jes­si­ca Walton, Dou­gal MacPh­er­son: Ted­dy Til­ly, 2016
  • Cai Schmitz-Weicht, Ka Schmitz: Traum­be­ru­fe, 2014
  • Katha­ri­na von der Gathen, Anke Kuhl: Any­bo­dy, 2021

 

Vielfaltsmerkmal Ressourcen

  • Kirs­ten Boie: Ein mit­tel­schö­nes Leben. 2008
  • Diö­ze­san-Cari­tas­ver­band f. d. Erz­bis­tum Köln e.V. (Hg.): Was ist los mit Marie? 2004
  • Loui­se Spils­bu­ry, Hana­ne Kai: Wie ist es, wenn man arm ist? 2018
  • Sarah V, Clau­de K. Dubo­is: Stro­mer, 2017

Vielfaltsmerkal „Beeinträchtigungen” — vielfältige Freundschaften

Wenn wir genau hin­schau­en, dann gibt es kei­nen Men­schen ein zwei­tes Mal. Jedes Geschöpf ist ein­ma­lig. Und es gibt vie­le Men­schen, die in ihren Lebens­wei­sen durch beson­de­re Merk­ma­le Beein­träch­ti­gun­gen, Aus­gren­zung und Dis­kri­mi­nie­rung erle­ben. In vie­len Kin­der­me­di­en tau­chen Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen auf, wenn die Beein­träch­ti­gung selbst the­ma­ti­siert wird. Das ist pro­ble­ma­tisch zu sehen, denn sie sind damit nicht teil einer viel­fäl­ti­gen „nor­ma­len” Rea­li­tät. Die Mate­ria­li­en der Samm­lung sind daher beson­ders kri­tisch zu prüfen.

Viel­falts­merk­mal „Beein­träch­ti­gun­gen“

  • Bir­te Mül­ler: Pla­net Wil­li, 2015
  • Gré­go­i­re Solo­tareff: Roll­stie­fel­chen, 2000
  • Ade­le San­so­ne: Flo­ri­an lässt sich Zeit, 2017

Viel­fäl­ti­ge Kinderfreundschaften

  • Karin Bee­se, Mat­hil­de Rous­se­au: Nel­ly und die Ber­lin­chen, 2018
  • Corin­na Fuchs, Uli Vel­te, Igor Dolin­ger: Die bun­te Ban­de, ins­ge­samt 8 Hefte

Vielfaltsmerkmal Haut

Das Viel­falts­merk­mal „Haut­far­ben” ist sehr eng mit Ras­sis­mus ver­bun­den. Bereits jun­ge Kin­der erle­ben zum Teil insti­tu­tio­nell ver­an­ker­tes dis­kri­mi­nie­ren­des Ver­hal­ten, das auf Ras­sis­mus beruht. Ein Auf­grei­fen die­ser Aspek­te ist in der Fort­bil­dungs­ar­beit mit Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen immer wie­der not­wen­dig. Auf der Ebe­ne der Arbeit mit Kin­dern gibt es ver­ein­zel­te Mate­ria­li­en und Medi­en, die die oft sehr hel­le media­le und rea­le Welt der Kin­der wei­ten können. 

  • Ricar­do Cie, mEy: Scho­ko­la­de und Sah­ne, 2017
  • Mary Hoff­man, Caro­li­ne Binch: Ama­zing Grace, 1991
  • Daya­na Kodua, Rob­by Krü­ger: Odo, 2019
  • Petra Mön­ter, Sabi­ne Wie­mers: Vima­la gehört zu uns, 2002
  • Lupi­ta Nyong´o: Sul­we, 2021
  • Jut­ta Rich­ter, Jacky Gleich: Als ich Maria war, 2010
  • Mal­buch: So bunt ist Deutschland
  • Haut­far­ben­stif­te: So bunt ist Deutschland
  • Lyra Haut­far­ben­stif­te

Rassismus

In der Fort­bil­dungs­ar­beit mit Erwach­se­nen hat die Aus­ein­an­der­set­zung mit Ras­sis­mus einen wich­ti­gen Stel­len­wert. Nur vor dem Hin­ter­grund einer eige­nen reflek­tier­ten Hal­tung und durch die Refle­xi­on der eige­nen Lebens­ge­schich­te ist es mög­lich, For­men ras­sis­ti­scher Dis­kri­mi­nie­rung im päd­ago­gi­schen All­tag zu erken­nen und ihnen bewusst ent­ge­gen wir­ken zu kön­nen. Die hier ver­merk­ten Mate­ria­li­en und Medi­en im Kin­der­buch­be­reich sind über­aus kri­tisch in Bezug auf ras­sis­ti­sche Ten­den­zen zu prü­fen. Sie kön­nen Erwach­se­nen dar­in unter­stüt­zen, Ras­sis­mus in Medi­en zu erkennen.

Ras­sis­mus

  • Jose­phi­ne Apra­ku, Le Hong: Wie erklä­re ich Kin­dern Ras­sis­mus? 2021
  • Tupo­ka Oget­te: exit Racism, ras­sis­mus­kri­tisch den­ken ler­nen, 2018
  • Tif­fa­ny Jewell, Auré­lia Durand: Das Buch vom Anti-Ras­sis­mus, 2020
  • Olao­lu Faj­em­bo­la, Tebo­go Nin­in­dé-Dundaden­gar: Gib mir mal die Haut­far­be, 2021

 Ras­sis­mus auf die Spur kommen

  • Lis­beth Kai­ser: Rosa Parks, 2020
  • Ker­as­co­et: Mein Weg mit Vanes­sa, 2019
  • Bern­hard Lan­gen­stein, Irm­gard Pau­le: Der klei­ne schwar­ze König, 2007
  • Jut­ta Rich­ter, Jacky Gleich: Als ich Maria war, 2010
  • Petra Mön­ter, Sabi­ne Wie­mers: Vima­la gehört zu uns, 2002
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